Auf den Hund gekommen: Gesundheitsnetz QuE fördert Kinder mit besonderem Lesebedarf

27.04.2022: Die Lese- und Rechtschreibkompetenz von Grundschülern nimmt stetig ab. Dies führt dazu, dass Kinder, denen v.a. das aktive Vorlesen schwer fällt, sich vor der Klasse noch schwerer tun und diese Umstände meiden. Der Druck auf die Kinder steigt stetig, wodurch sich ihre Situation immer weiter verschlechtert. Kinder aus sozial schwachen Haushalten sowie Kinder mit Migrationshintergrund sind von dieser Problematik besonders betroffen. Daher fördern die 117 Haus- und Fachärzt:innen des Nürnberger Gesundheitsnetzes QuE das Lesehund-Projekt des Nürnberger Therapiehunde Deutschland e.V. mit 8.000 €.

Mit dieser Summe kann der Verein über ein Jahr den Bedarf an Lesehunden an allen Nürnberger Schulen decken und damit Kinder mit besonderem Förderbedarf unterstützen.

Hundebesitzer:innen wissen, dass ihre Vierbeiner exzellente Zuhörer sind. Diese Fähigkeit machen sich die Ehrenamtlichen des Therapiehunde Deutschland e.V. zu Nutze, um Kinder zu fördern, die Angst davor haben, vorzulesen. Die Kinder werden dazu animiert, ihren vierbeinigen Freunden laut vorzulesen und dadurch zu üben. Gerade hierfür eignen sich Hunde gut, da sie weder werten noch bei Fehlern oder Unsicherheiten ihre Miene verziehen. So kann sich jedes Kind nach seinen eigenen Bedürfnissen richten und unabhängig von den eigenen Fähigkeiten einem flauschigen Zuhörer vorlesen.

„Die Kooperation zwischen dem Therapiehunde Deutschland e.V. und unserem Gesundheitsnetz QuE ist ein Herzensprojekt vieler unserer haus- und fachärztlichen Netzmitglieder,“ so Dr.  Andreas Lipécz, Facharzt für Allgemeinmedizin und Vorsitzender des Nürnberger Ärztegenossenschaft. „Wir sind froh, dass wir zum Jahresanfang trotz Corona den Startschuss für die Zusammenarbeit geben konnten. Viele Nürnberger Kindern mit Leseförderbedarf erhalten so die Chance, ihre Fähigkeiten zu verbessern und dadurch auch ihr Selbstwertgefühl zu steigern,“ so Dr. Lipécz.

„Kinder, die im Rahmen von Lesehundeprojekten gefördert werden, verbessern ihre Lese- und Rechtschreibkompetenz sehr schnell. Dieses Erfolgserlebnis motiviert sie, auch vor der Klasse ihre wiederentdeckten Fähigkeiten zu präsentieren“, so Hartmut Neufeld, Vorsitzender des Vereins Therapiehunde Deutschland e.V.

Interessierte Nürnberger Schulen und Lehrer:innen melden ihren Bedarf gerne beim Therapiehunde Deutschland e.V.

Lesehund Elvis
Lesehund Elvis. Bild: Therapiehunde Deutschland e.V.

Informationen zum Therapiehunde Deutschland e.V.:
Neben den Lesehunden bietet der Therapiehunde Deutschland e.V. weitere Unterstützungen auf verschiedenen Arbeitsfeldern an. Therapiehunde Deutschland e.V. bildet Hundehalter mit ihren Hunden zu Einsatzteams aus, die u.a. Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte Erwachsene und Kinder, Schulen, auch Förderschulen und Kindergärten, Hospize, Kliniken, Justizvollzugsanstalten sowie Menschen in ihrer häuslichen Umgebung im Rahmen von Tiergestützten Therapien/Tiergestützten Fördermaßnahmen besuchen. Daneben sind Hunde als Besuchshunde unterwegs, die Freude und Abwechslung in den Alltag hilfsbedürftiger Menschen bringen.

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