Was macht Corona mit unserer Psyche?

20.05.2021: Zum zwölften Mal in Folge initiiert die AOK in Mittelfranken gemeinsam mit dem Bayerischen Apothekerverband (BAV) und dem Gesundheitsnetz QuE die Informationskampagne „Arzneimittel sicher einnehmen“. In diesem Jahr liegt der Beratungsschwerpunkt auf dem Thema „Seelische Gesundheit – Depression und Corona“.

„Psychische Belastungen haben seit Beginn der Pandemie stark zugenommen. Besonders bei der Behandlung mit Antidepressiva besteht ein erhöhter Beratungsbedarf aufgrund von Wechselwirkungen und Einnahmebesonderheiten. Deshalb können alle AOK-Versicherten in Mittelfranken vom 1. Juni bis zum 31. Juli 2021 u.a. bei einer der 201 teilnehmenden Apotheken ihren Medikamentenmix überprüfen und sich zum Thema ‚Seelische Gesundheit – Depression und Corona‘ beraten lassen“, erklärt Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken, die Aktion.

Was macht Corona mit der Psyche?
„Die Corona-Pandemie kann selbst bei Menschen, die bislang psychisch stabil und gesund waren, eine Krise auslösen. Denn feste Strukturen und Rhythmen, Stabilität und Sicherheit – all das ist bei vielen weggebrochen“, stellt Dr. med. Veit Wambach, Vorsitzender des Gesundheitsnetzes Qualität und Effizienz in Nürnberg fest. Einer Umfrage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe vom März 2021 zufolge, ist die Situation für die Allgemeinbevölkerung belastender als je zuvor: 71 Prozent der Bundesbürger*innen empfinden die Situation im zweiten Lockdown als seelisch bedrückend, im ersten Lockdown waren es noch 59 Prozent. Für Menschen, die sich in einer depressiven Krankheitsphase befinden, hat der harte Lockdown seit Dezember besonders negative Auswirkungen. Fast alle berichten, laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe, über fehlende soziale Kontakte, Bewegungsmangel oder verlängerte Bettzeiten.

„Eine Depression zu erkennen ist nicht immer einfach. Menschen, die sich unsicher sind, ob sie wirklich depressiv sind, sollten unbedingt einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, da es unterschiedliche Methoden zur Behandlung von Depressionen gibt“, erklärt Dr. Andrea Müller, Fachärztin für Nervenheilkunde und Mitglied im Aufsichtsrat des Gesundheitsnetzes QuE.

Psychische Gesundheit darf kein Tabuthema sein
Deshalb hat sich die AOK Bayern gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, dem Familien- und Arbeitsministerium und weiteren Akteuren zu der „Offensive Psychische Gesundheit“ zusammen-geschlossen. Die Ziele sind: Mehr Offenheit für psychische Erkrankungen und eine bessere Vernetzung und Übersicht von Präventions- und Hilfsangeboten für Betroffene und Angehörige. Infos zur Kampagne finden Sie hier.

Eine Übersicht der teilnehmenden Apotheken und weitere Informationen zur Aktion „Arzneimittel sicher einnehmen“ finden Sie unter www.aok.de/bayern/arzneimittelcheck oder bei Ihrer AOK vor Ort.


Teilnehmer innen Auftaktveranstaltung Arzneimittel sicher einnehmenGaben den Startschuss zur Auftaktveranstaltung „Arzneimittel sicher einnehmen (v.l.n.r.): Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken, Susanne Fleischmann, Mitglied im Bezirksvorstands des Bayerischen Apothekerverbandes Mittelfranken (BAV), Dr. Sonja Wunder, AOK-Beratungsapothekerin, Dr. Veit Wambach, Vorsitzender des Gesundheitsnetzes QuE Nürnberg und Dr. Andrea Müller, Fachärztin für Nervenheilkunde und Mitglied des Gesundheitsnetzes QuE Nürnberg.
Foto: AOK/privat

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